Der Serienkiller, der keiner war

Klappentext

Schweden, 1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.

Meine Meinung

Das Cover ist interessant, wenn auch recht ungewöhnlich gestaltet. Das Buch ist selbst sehr dick und enthält auch Farbbilder, in der Mitte des Buches, rund sechzehn Seiten zu dem Fall. Am Ende des Buches sind dann mit 30 Seiten der Anhang und die Quellenhinweise . Das Lesen hat sich für mich etwas sehr schwierig gestaltet, was nicht nur an den schwedischen Name liegt. So musste ich die Zeilen immer langsamer lesen, herumblättert zwischen Kapitel und Quellenverzeichnis. Dies ist kein Krimi oder ein Thriller, alles auf wahren Begebenheiten. Der Inhalt an sich ist sehr interessant. Leider waren die Ausführungen über die Psychotherapeuten und deren Arbeit sehr tiefgehend und langatmig. Das Buch ist an „normale“ Leser gerichtet und nicht an Fachkräfte. Daher hätte ich mir an den Stellen etwas mehr einfache Erklärungen und etwas weniger Ausschweifungen gewünscht, durch dass man oft einfach auch nur Seiten überspringt. Empfehlen kann ich dieses Buch schlecht, nur für Leute die sich für den Fall wirklich interessieren, ansonsten ist es verworfenes Geld.