Interview mit Caroline Brinkmann

Sam’s Blog: Du hast schon mehrere Romane wie deine Aurora-Reihe und dein Dirk Diaries Roman “Ein Einhorn für alle Fälle” veröffentlicht und im August kommt deine Dystopie “Die Perfekten” endlich an die Öffentlichkeit.

Doch wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen als Leidenschaft?

 

Caroline Brinkmann:
Ich habe irgendwie schon immer geschrieben – totales Klischee. Ich weiß. Tagebuch, Gedichte, Star Wars Fan Fiction. So begann es. Und irgendwann habe ich mir eigene Geschichten ausgedacht und meinem Bruder von diesen fremden Welten erzählt. Er wollte wissen, wie diese Geschichten weitergehen, was dazu führte, dass ich immer weiter überlegt habe und sie dann aufgeschrieben habe. Lange Zeit habe ich aber nur für mich (und meinen Bruder) geschrieben. Erst viel später, während des Studiums, habe ich mich mit der Idee beschäftigt, etwas zu Veröffentlichen. Ich liebe es einfach zu
 Schreiben. Es ist für mich wie Urlaub, in eine Geschichte hineinzutauchen und mit meinen Charakteren Abenteuer zu erleben.


Sam’s Blog:
Und wie kamst du zu dem Verlag deines neuesten Werks? Das würde mich persönlich und vermutlich auch einige andere interessieren.

Caroline Brinkmann:
Das ist eine Frage, die ich in letzter Zeit recht häufig gestellt bekomme. Das Manuskript zu „Die Perfekten“ wurde von meinen Agenten angeboten und die interessierten Verlage haben sich dann gemeldet. Nachdem sicher war, dass das Projekt zu Bastei Lübbe – One geht hat es noch ungefähr ein Jahr gedauert. Wir haben in der Zeit viel Kontakt gehabt bezüglich des Lektorates und der Covergestaltung und wider Erwarten ging diese Zeit wahnsinnig schnell um.

Ich war wahnsinnig glücklich über die Zusammen arbeit mit One, zumal ich den Verlag schon eine Zeit lang verfolge und die Bücher einfach liebe. Da ging schon ein kleiner Lebenstraum in Erfüllung.

Sam’s Blog:
Dein Roman “Ein Einhorn für alle Fälle” gibt es bisher nur als Ebooks, hast du vor es vielleicht noch selbst als Print rauszubringen oder denkst du in Zukunft könnte der Verlag es eventuell in Betracht ziehen einige Romane aus seinem Programm auch als Prints zu drucken?

Caroline Brinkmann:
Das wäre der Wahnsinn und ich werde die Hoffnung nicht aufgeben, irgendwann mal zusätzlich zu dem Buch eine Anekdoten-Sammlung rauszubringen.

Sam’s Blog:
Hast du genauso einen grünen Daumen wie Rabbit mit ihren Helgas?

 Caroline Brinkmann:
Man könnte meinen, Rabbits Ungeschick mit Pflanzen sei übertrieben. Aber die Wahrheit sieht noch viel schlimmer aus.
Ich bringe sogar Plastikpflanzen um. 

Sam’s Blog:
Dirk ist ja nicht gerade jemand den man als Mitbewohner erwartet als Student? Nur wie kann er sich die Miete für die WG leisten? Immerhin ist er als eine Person beschrieben die nur am Computer sitzt.

 Caroline Brinkmann:
Ja, das wüsste Rabbit auch gerne. Heutzutage gibt es ja einige Möglichkeiten, Geld hinter dem Schreibtisch legal zu verdienen. Vielleicht veröffentlicht er unter Pseudonym Romane. Oder schlägt sich als Hacker durch. Vielleicht ist er aber auch offizieller Spiele-Tester. Ich bin sicher, dass letzteres würde ihm sehr gefallen.
Womit Dirk genau sein Geld verdient, bleibt vorerst sein Geheimnis.

Sam’s Blog:
Denkst du es wird noch weitere Dirk Diaries geben? Denn die Frage stelle ich mir schon seit ich “Ein Einhorn für alle Fälle” durchgelesen habe. Stoff gäbe es sicherlich noch genügend so wie man es in den Sozialen Netzwerken lesen kann.

Caroline Brinkmann:
Ich sammle zumindest schon mal fleißig Ideen und wäre auch offen für eine Fortsetzung. Ach, wenn ich nur mehr Zeit zum Schreiben hätte.

Sam’s Blog:
Wirst du durch deine Präsenz in d
en Sozialen Netzwerken und deinen bekannteren Werken mittlerweile von Leuten auf den Straße angesprochen?

Caroline Brinkmann:
Das kam wirklich schon mal vor, gerade nach einem lokalen Zeitungsartikel wird man öfter angesprochen. Aber ich glaube, sonst bin ich dafür nicht bekannt genug und ich muss gestehen, dass ich darüber auch ganz froh bin. Als Autor ist man in der Regel recht undercover unterwegs… Die meisten Leser kennen die Bücher, aber nicht die Erzähler dahinter. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Philip Pullman, einen meiner Lieblingsautoren auch nicht erkennen würde.

Anders sieht es auch Buchmessen und Conventions aus, wo sich alle Buchverrückten auf einmal treffen. Da wird man natürlich oft angesprochen und man hat selbst das Gefühl, 80% der Besucher über Facebook zu kennen.

Sam’s Blog:
Die Perfekten werden Momentan heiß ersehnt von deinen Lesern (inklusive mir) erwartet. Wie kommst du damit zurecht, dass der Ansturm auf diesen Roman recht groß ist, da er auch über einen sehr bekannten Verlag verlegt wird?

Caroline Brinkmann:
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie die ersten Wochen nach Veröffentlichung ablaufen werden.

  1. Ich schalte das Internet aus, ignoriere sämtliche soziale Netzwerke, verstecke mich mit Keksvorrat unter meiner Bettdecke und traue mich nicht mehr raus.
  2. Ich aktualisiere im 5 Minuten Takt meine sozialen Netzwerke und kaue mir die Fingernägel ab, bis die ersten Reaktionen eintrudeln.

Auf jeden Fall wird es sehr aufregend, da es ja auch in den Buchläden zu finden sein wird und das ist noch mal eine ganz neue Erfahrung.