To the Bone ist die neuste Netflix Produktion zu einem Tabu Thema. Dieses Mal ist es die Magersucht oder auch als  anstelle eines Selbstmord, wie in ‘Tote Mädchen lügen nicht‘. In der Hauptrolle ist Lily Collins, welche die Magersüchtige Ellen spielt.
Im Groben kommt die 20-Jährige Ellen in eine stationäre Unterkunft in der sie beaufsichtigt wird und gemeinsam mit sechs anderen ‘Patienten’ wohnt. Doch obwohl Ellen zunehmen muss, nimmt sie in erster Hinsicht ab, wodurch sie immer dünner wird, bis sie kurz davor steht eine Sonde zu bekommen um ernährt zu werden. Gleichzeitig will der einzige Kerl in dem Haus, Luke, das Ellen die sich nun Eli nennt, bei ihm bleibt als Ellen abhauen will. Dennoch geht sie und fährt nach Phoenix zu ihrer Mutter und dessen Freundin.

Es handelt sich hier wieder um ein Thema das man selbst in unserer Zeit ungerne anspricht. Wobei es genauso wichtig ist, die jüngeren Menschen darüber aufzuklären, da es schließlich auch eine Krankheit ist, die Betroffene ein Leben lang mit sich herumtragen und gegen die gekämpft wird. Daher finde ich es auch gut, das es von Netflix diesen Film gibt, den auch wenn das Thema nicht gerade ein gutes ist, sollte es jemanden geben, wie in diesem Fall Netflix, der die unschöne Wahrheit zeigt. Denn mich persönlich haben die Bilder einer mageren Lily Collins ziemlich abgeschreckt, erst recht gegen dem Ende hin. Wobei auch hier ein Lob. Es gibt kein direktes Happy-End, wie zum Beispiel, dass Ellen wieder gesund wird und zu nimmt. Nein, dass gibt es nicht. Es ist einfach der Weg der Protagonistin, die erst ganz tief enden muss bevor sie einsieht, dass sie so nicht länger leben kann und sich damit selbst umbringt, wenn sie es nicht endlich ändert. 

Es ist ein guter Film, der zum Nachdenken anregt und auch abschreckt. Es verherrlicht nicht wie überall gesagt die Krankheit, sondern zeigt dies aus dem Sichtwinkel der Betroffenen selbst, wie sie es empfinden. Wobei ich auch den Wandel im Film sehen kann, da sie zu beginn vollkommen dagegen war und sich nach und nach aber darauf eingelassen hat, zu zuhören, wenn auch nicht darauf reagiert hat.

Und man kann sowas nicht verbieten, zumindest nicht national weit, da ich finde das jeder selbst einschätzen können muss in wie fern er solch einen Film verarbeitet und mit dem Thema umgehen kann

Daher gibt es von mir 5 Stern, da ich genau sowas von dem Film erwartet habe.

 

Erscheinungsdatum: 14.Juli.2017 auf Netflix
Regie: Marti Noxon
Hauptdarsteller: Lily Collins, Alex Sharp, Keanu Reeves, Carrie Preston

 

 

 

 

Ellen ist 20 und magersüchtig. In einer Wohngruppe beginnt sie unter der Leitung eines unkonventionellen Arztes einen qualvollen aber amüsanten Prozess der Selbstfindung.